Sonntag, 16. März 2014

Dunedin


Von Mount Cook aus fuhren wir wieder Richtung Ostküste. Vorbei kamen wir an dem süßen Städtchen Oamaru. Viele schöne und vor allem ältere Gebäude mit Ausstellungen, viel Keramik und Krimskram. Am Hafen in Oamaru gibt es ein Reserve für Pinguine. Leider ist der Eintritt nicht ganz umsonst, und Fotos darf man drinnen nicht machen. Wir hofften auf unser Glück, dass wir an einem anderen Ort noch welche sehen werden.
Von Oamaru ging es mit einer Übernachtung weiter Richtung Dunedin. Auf dem Weg machten wir halt an den Moriaki Bouldern. Bei Ebbe erscheinen ca. 25 Steinkugeln, die verstreut an einem Strandabschnitt liegen. Als ob ein Riese seine Golfbälle vergessen hätte. Wir waren relativ früh am Morgen da und waren fast alleine dort.
Nach einem ausgiebigen Frühstück auf dem Parkplatz ging nach Dunedin.
In Dunedin sind wir zuerst in die Libary und haben für eine Stunde das kostenlose Internet ausgenutzt. Dann ging es in die Cadburry Schokoladen Fabrik und wir kauften Tickets für die nächste Führung. Unser Guide erzählte uns viel über die Herstellung von Schokolade und über verschiedene Produkte. Leider hatten wir in der Fabrik nicht so viel Glück, da die Maschine gerade auf eine andere Schokolade umgestellt wurde und somit nicht in Betrieb war. Es gab einige kostenlose Schokoladenproben, auch flüssige Schokolade war dabei. Am Schluss gab es noch einen riesigen Schokoladenwasserfall. Fotos waren auch hier nicht erlaubt. Wir mussten auch alle eine Haube aufsetzten, kompletten Schmuck entfernen etc. Männer mit Bart haben auch einen Bartschutz bekommen ;)
Insgesamt hatten wir uns etwas mehr von der Führung erhofft, zumal uns die Schokolade eh nicht so schmeckt. In Neuseeland haben wir einen anderen Schokoladen-Favourit!
Danach bummelten wir noch etwas in der sehr schönen Stadt herum. Mit einer der schönsten Städte hier in Neuseeland. Hier gibt es auch ( lt. Guiness Buch der Rekorde) die steilste Straße der Welt ;)



 steilste Strasse der Welt
 sooo viel Schokoladen-Riegel, Cadburry Schokoladen Fabrik
 Railway Station in Dunedin

St. Pauls Cathedral, Dunedin

Mount Cook


Da wir am vorigen Tag schon relativ weit gefahren sind, hatten wir es nicht mehr weit zum Lake Tekapo, einem türkisblauen Gletschersee. Im Frühling muss es dort herrlich sein, zahlreiche lilafarbene Lupinen säumen sich am Seeufer mit Blick auf die schneebedeckten Southern Alps. Bei uns waren nur noch einige Überbleibsel der Lupinenpracht vorhanden. Am Seeufer steht noch ein sehr schönes Steingbäude, die Kirche zum guten Hirten ( Church of the good Sheperd).
Vom Lake Tekapo ging es entlang des Lake Pukaki Richtung Mount Cook. Dieser Weg ist leider eine Sackgasse, somit müssen wir den gleichen Weg ( ca. 60km) auch wieder zurück.
Faszinierend ist noch, dass aus dem See Wasser abgezweigt wird, der in Form eines Kanals zu einem Wasserkraftwerk geleitet wird. Man fährt also durch total trockenes Gebiet, Das Gras und die Sträucher sind eher goldfarben und mitten in der Einöde überquert man einen Kanal mit knalltürkisblauem Wasser ;)
Aoraki/Mount Cook, der höchste Berg Neuseelands ( 3754 Meter hoch) zeigte sich auf dem Hinweg auch „ohne Mütze“. Wir hatten recht gutes Wetter und erwischten einen guten Zeitpunkt zum Foto machen, nämlich als sich die Wolken um seine Spitze verzogen haben! Um ihn herum sind noch einige weitere 3000-Gipfel, deswegen schaut er im Vergleich eigentlich gar nicht so hoch aus.
Die Weiterfahrt ging durch ein riesiges Tal, das der Tasman Gletscher geschaffen hat. Unvorstellbar, wie riesig der Gletscher gewesen sein muss...In Mount Cook Village mieteten wir uns auf dem örtlichen und einzigsten Campingplatz ein. Schon das Zeltaufbauen von unserem Freund gestaltete sich etwas schwieriger, da es mittlerweile sauwindig geworden war. Das anschließende Kochen war die reinste Herausforderung, da flogen schonmal die Zwiebelstücke vom Schneidebrett bzw. der Kocher wurde vom Wind ausgepustet.
Gelegentlich hörten wir eine Art Grummeln. Ein Warden hat uns dann erklärt, dass es sich dabei um das Gletschergrummeln handelt. Teile vom Gletscher brechen ab und das Grummelt dann.
Die Nacht war mit Abstand die kälteste Nacht in Neuseeland, obwohl Mt Cook nur auf 700 Meter liegt. Die Nacht war zudem auch noch die erst kalte Nacht der Saison und es fiel der erste Schnee in den Bergen. Wir wachten also auf und haben „bezuckerte“ Berketten um uns herum gehabt. Und es war saukalt ;)
Eigentlich wollten wir eine kleine Wanderung am nächsten Tag machen ( Hooker Valley Track), aber da es so extrem kalt war, haben wir uns entschlossen nur den Anfang zu laufen. Wir kamen an zwei Aussichtspunkten vorbei und liefen bis zu einer Hängebrücke. Von dort aus konnte man in den Gletschersee schauen und unter einem durch ist ein reisender Gletscherfluss geflossen, der auch in unserem Kajakführer aufgeführt ist. Ich will gar nicht wissen, wie kalt das Wasser ist....
Anschließend ging es den gleichen Weg nun wieder zurück;) 









Montag, 10. März 2014

Banks Penninsula


Da am 20.2 sollte unser Freund in Christchurch ankommen, somit haben wir uns die restlichen Tage auf Banks Penninsula vertrieben. Dies ist eine Halbinsel bei Christchurch mit total schönen Buchten und Stränden!
Nach unserer Wanderung im Arthurs Pass sind wir nachts noch nach Banks Penninsula gefahren, an einen Strandabschnitt mit Toiletten, sodass Wildcampen nicht verboten ist ( aber auch nicht offiziell erlaubt). In der Dämmerung sind wir dann noch schnell ins Meer gehüpft und haben den Schweiss der letzten zwei anstrengenden Tage abgewaschen!
Der nächste Tag bestand eigentlich nur aus Ausruhen und im Meer baden! Einfach nur herrlich, zumal das Wetter total herrlich war. Unsere tschechischen Freunde beglückten uns am Morgen noch mit ihrer Anwesenheit ;)
Am nächsten Tag stand Akaroa auf dem Plan, ein kleines Städtchen entland der Akaroa Bay. Dieses Städtchen ist sehr französisch angehaucht, es hat sogar französische Strassennamen. Sogar Kreuzfahrtschiffe ( auch mit Franzosen) machen an dem Örtchen/ in der Bay Halt.
Akaroa ist wirklich sehr süß, halt viele kleine Lädchen.
Von Akaroa ging es zu einer anderen Bay, die sehr gute Wellen hatte. Wir hatten sehr viel Spaß in den Wellen ( Bilder). Mich hat sogar ein Krebs in den Fuskrebs gezwickt ^^... An diesem Strand haben wir noch Muscheln gesammelt, die wir am Abend zubereitet haben. Eigentlich haben sie wirklich gut geschmeckt, teilweise waren sie aber noch etwas crunchy, d.h. Mit sandiger Beilage. Das nächste Mal müssen wir sie länger in Süßwasser „einlagern“, dass sie den Sand ausspucken ;)
Den letzten Tag vor der Ankunft unseres Freundes verbrachten wir in der Bücherei und nutzen dort das kostenlose Internet aus.



Arthurs Pass National Park


Von Kaikoura aus ging es weiter südlich die Küste entlang und schließlich wieder ins Landesinnere zu einem weiteren Nationalpark: Arthurs Pass. Die Landschaft ist einfach nur ein Traum! Die Strasse führte entlang eines breiten Flusstals ( leeres Flussbett) gesäumt von hohen Bergen, teilweise schneebedeckt. Dies war mit die schönste Strecke in Neuseeland, die wir gefahren sind. Durch dieses Tal führt auch der TransAlpine, eine Zugstrecke, die mit zu den schönsten auf der Welt zählt ( kann ich nachvollziehen).
In der Touristeninformation fragten wir nach einer moderaten Zweitages Wanderung, da wir wieder etwas in die „Einsamkeit“ wollten. Unsere Wahl war der Cass-Lagoon Track. Jeweils 6-7 Stunden wandern, Übernachtung auf der Hamilton Hut ( die Hütten in Neuseeland sind der Hammer!)
Bis wir endlich loslaufen konnten war es schon 13.30Uhr, Topher hat das Auto am Endpunkt unserer Wanderung geparkt und ist zurückgetrampt. Hat alles super geklappt!
Der erste Teil der Wanderung war der frustrierendste Teil. Wir hatten bombastischstes Wetter und wir mussten natürlich Mitten in der Mittagshitze durch ein weit offenes Flusstal ohne wirkliche Wegmarkierung marschieren. Mehrere Fluss/Bachüberquerungen waren auch mit dabei. Anfangs hab ich mir noch meine Schuhe ausgezogen und mit durch den Bach marschiert. Dies war aber viel zu aufwendig und schmerzhaft( spitze Steine). Auch über Steine hüpfen stand nicht immer zu Auswahl. Schlussendlich bin ich immer durch den Bach mit Wanderschuhen gewatet. War die richtige Entscheidung, hätte man auch von Anfang an so machen können! Topher ist ganz gut mit seiner über-die-Steine-Hüpf-Taktik klar gekommen.
Das schlimmste an dem Flusstal war neben der Hitze, dass man nie wusste ob man noch richtig ist, da es von diesem Flusstal der Weg abgeht. Wir haben den Weg nach einer gefühlten Ewigkeit gefunden und haben uns nicht verlaufen. Der Weg ging bergauf bergauf und bergauf durch einen an sich schönen Laubwald. Zum Glück waren keine weiteren Flussüberquerungen für diesen Tag in Planung. Glücklich und zufrieden sind wir gegen 16.30Uhr an unserem ersten Stopp angelangt, einer kleineren Hütte, wo wir uns mit Broten für den nächsten Abschnitt gestärkt haben.
Kurz hinter der Hütte haben wir die Baumgrenze erreicht und es ging über offenes Terrain, das mit Grassbüscheln besetzt war sanft bergauf mit zum Cass Saddle. Diese Landschaft war wunderschön. Von diesem Saddle aus konnte man schon die Hütte sehen, die bergab im nächsten Flusstal liegt. Nun ging es etwas steil bergab durch einen mit Moos durchsetzten Wald. Als wir endlich das Flusstal bzw die Ebene wieder erreicht haben war die Hütte auch nicht mehr weit. Glücklich und wirklich fertig haben wir uns nur noch schnell umgezogen und haben uns in unseren Schlafsack begeben und geschlafen. Wir waren sogar zu müde um noch etwas zu Abend zu essen.
Wirklich gut haben wir diese Nacht leider nicht geschlafen. Gegen 8 Uhr schnürten wir unsere Wanderschuhe und buckelten unsere Rucksäcke auf. Wir überquerten den Fluss auf zwei Hängebrücken und schon ging der Wanderpfad bis auf 800 Meter wieder bergauf. Anschließend ging es die gerade zurückgelegten Höhenmeter wieder bergab zu einem Flusstal. Wir folgten dem Flusstal wieder gefühlte Ewigkeiten inklusive Flussüberquerungen ;) Wir haben uns aber trotzdem nicht verlaufen und haben die richtige Abzweigung gefunden und von dort aus ging es moderat wieder nur bergauf bergauf bergauf bis wir zu einer kleinen Hütte gekommen sind, wo wir wieder Rast gemacht haben. Von dort aus war es bis zum Lagoon Saddle auch nicht mehr weit. Am Lagoon Saddle hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das Flusstal, dass wir mit dem Auto entlang gefahren sind. Außerdem konnte man wunderschön die schneebedeckten Berge begutachten! Von dort aus ging es durch riesige Grasbüschellandschaften stets bergab, anschließend durch einen dunklen Nadelwald mit zahlreichen Fliegenpilzen. Am Schluss durch Laubwald bis der Parkplatz als Erlösung auftauchte. Es war wunderschön aber auch super anstrengend!
 Panoramablick Lagoon Saddle









Mittwoch, 5. März 2014

Kaikoura


Nach unserem Abstecher ins Landesinnere ging es wieder zur Ostküste/Pazifik zu dem Städtchen Kaikoura. Kaikoura ist bekannt/beliebt für seine Waalbeobachtungsfahrten, Schwimmen mit Delfinen/Seelöwen, Albatrosbeobachtungsfahrten. Man wurde dort regelrecht berieselt mit Anbietern eben dieser Attraktionen. Da diese Fahrten natürlich nicht gerade günstig sind, haben wir uns für eine ganz andere Bootsfahrt entschieden: Wir machten eine Fishing Tour.
Zuerst war ich ( Susi) wirklich skeptisch und wollte eigentlich nur als Zuschauer aufs Boot mit, habe es aber wirklich nicht bereut als Aktiver mit an Bord zu sein.
Um 15.00 Uhr sollte das kleine Schifflein ablegen und wir waren pünktlich zum ausgemachten Treffpunkt. Mit einer kleinen Verspätung ist das Fischerboot von der vorigen Tour eingelaufen und im Hafen wurde der gefangene Fisch + Hummer an die Angler verteilt. Dies machte natürlich Hunger auf unsere Tour.
Insgesamt waren wir 9 Leute an Board. Ein älteres nettes Pärchen, die Chinesen ( nix englisch) und wir zwei mit unseren Tschechis. Die See war sehr rau und der Kapitän hat vorgeschlagen, dass wir zuerst zu den Hummerfangplätzen fahren und dann entscheiden sollten ob es uns zu wild ist und wir umkehren wollen. Die Fahrt dorthin war wirklich sehr rau! Zum Glück haben Topher und ich vorher noch in der Apotheke etwas gegen Übelkeit gekauft und genommen...sonst wüsste ich nicht, ob mein Mageninhalt drinnen geblieben wäre. Über riesige Wellen ging es dann zu dem Platz, der Scheibenwischer der Frontscheibe lief auf Hochtouren. Man musste sich regelrecht festklammern, dass man nicht hinfällt. ( ein Chinese hat sich trotz hinfallen auf den Allerwertesten gesetzt).
Auf der Fahrt haben wir schon eins der Highlights erlebt und Albatrosse gesehen. 3 Meter Flügelspannweite! Sehr elegante Vögel, wie sie knapp über den Wellen segeln.
Nun mussten wir die Hummerkörbe mit Fischköpfe befüllen und sie wurden ins Meer versenkt. Wir fuhren selber weiter zu unserem Aktionsplatz, wo wir endlich unsere Angeln ins Wasser halten durften. Schnell war der Anker ausgeworfen und der Köder am Haken ( Jeder hatte praktischerweise gleich zwei an seiner Angelschnur). Nun hieß es Schnur laufen lassen, bis das Gewicht auf Grund stösst, Angelschnur festmachen und warten bis etwas beisst. Eigentlich sollte man ja merken wenn etwas beisst, aber irgendwie haben wir das beide nicht so hinbekommen. Auf Verdacht haben wir die Angelschnur alle zehn Minuten eingeholt und hatten meistens sogar Glück! Wir haben Blue Cod und Perch gefangen. Aber auch kleine Haie und ein Baracuda waren am Haken...leider kann man diese nicht essen, aber wenigstens waren sie eindrucksvoll!
Vor Ort wurden die gefangenen Fische ( wenn sie die erforderliche Größe haben) gleich filetiert. Zweimal haben wir noch unser Fischrevier geändert. Leider gingen die drei Stunden auf See viel zu schnell vorbei und es hat wirklich total Spaß gemacht. Zudem haben wir neben den Albatrossen, die sich direkt neben der Angelschnur platziert haben ( 1 Meter von einem entfernt) auch noch einen jagenden Seelöwen auf hoher See gesehen.
Unsere Rückfahrt ging noch an den Hummerkäfigen vorbei, die eingeholt werden mussten. Leider hatten wir kein Glück, nur ein zu kleines Weibchen verirrte sich in den Käfig. Bei so einem Seegang ist die Unterwasserströmung zu stark und die Hummer bleiben dort wo sie sind und wandern nicht rum. Schade, so ein Hummer zum Essen wäre ein echtes Highlight gewesen, zumal die Tour vor uns mindestens 15 Hummer gefangen hatte.
Aber wenigstens zwei Tüten Fischfilet durften wir unser Eigen nennen, auch nicht schlecht, denn frischer geht kaum! Am Abend haben wir uns den Fisch mit Salat und Couscous am Meerufer munden lassen. Blue Cod ist echt der Hammer!
Eine weitere Attraktion von Kaikoura ist die Seelöwen Kolonie der Halbinsel von Kaikoura. Es kann schonmal passieren dass die Seelöwen direkt am Parkplatz liegen, was bei uns auch der Fall war! Die Tiere schienen sich wirklich nicht stören zu lassen, aber zu nahe darf man den Tieren natürlich nicht kommen. Generell sollte man nie zwischen Tier und Meer stehen, da man so seinen Fluchtweg absperrt.
An einem anderen Tag haben wir den Penninsula Walkway bewältigt, ein wunderschöner Spaziergang entlang der Klippen der Halbinsel. Der Rundweg führt eingentlich durch die Stadt zurück, wir haben uns jedoch entschlossen über die Klippen hin und an der Küste bei Ebbe wieder zurückzulaufen. Dies war die goldrichtigste Entscheidung. Das Wetter war zwar nicht so toll, aber wir haben so viele Seelöwen beobachten können und waren richtig nahe an ihnen dran. Super schön! Ganz viele von ihnen waren auch im Wasser und haben „gespielt“, Flosse gezeigt und Handstand gemacht ;)
Kaikoura war somit ein voller Erfolg!






Nelson Lakes National Park


Nach unserer grandiosen Seekayaktour ging es an den Malborough Sounds und Blenheim vorbei ins Landesinnere zum Nelson Lakes National Park. Dort war die Wettervorhersage für die kommenden Tage am Besten!
In diesem Nationalpark befinden sich zwei Seen: Lake Rotoiti und Lake Rotora, was übersetzt kleiner und großer See heißt. In St. Arnaud gibt es eine Touristeninformation, wo wir noch kurz vor Schließung hineinmarschiert sind. Dort haben wir unsere Übernachtung auf einem DOC Campingplatz direkt am Lake Rotoiti bezahlt. Außerdem haben wir uns nach einer Tageswanderung für den darauf folgenden Tag erkundigt. „ Gewonnen“ hat der Mount Robert Loop, ein 5 stündiger Rundwanderweg auf dem eben genannten Berg ( hoch und wieder runter^^).
Der Campingplatz war für einen DOC Campingplatz recht luxoriös ausgestattet, es gab sogar flushing toilets und keine Plumpklos. Sogar eine kalte Dusche war vorhanden. Leide waren auch Sandflies im Überfluss vorhanden. Somit war das abendliche draußen sitzen nicht möglich.
Der nächste Tag begann relativ gemütlich und wir versteckten uns vor den Horden Sandflies im Aufenthaltsraum/Küche des Campingplatzes zum Frühstücken.
Gegen Mittag machten wir uns auf zum Startpunkt unserer Wanderung. Anfangs ging der Weg zwischen europäischen Laubwald den Berg hinauf. Je höher man kam, desto mehr veränderte sich die Natur und schließlich befand man sich im Mooswald/Farnwald, der sich immer mehr lichtete. Oben angekommen waren wir auch oberhalb der Baumgrenze und die Landschaft bestand nur noch aus Grassbüscheln und Steine, total gigantisch! Erinnerte sehr an Herr der Ringe.
Auf der Bergspitze angelangt hatte man einen wunderschönen Blick auf den Lake Rotoiti. Leider hatte man auch einen superschönen Blick auf die ankommende Regenfront ;)
Somit stand Beeilung auf dem Plan! An einer Hütte bergab haben wir noch Rast gemacht, um unser Sandwich zu essen. Weiter gings bergab und das Tröpfeln/Schütten ging los. Auf unserem Weg bergab haben wir noch Bekanntschaft mit Keas gemacht, eine Papageienart, die in den Bergen lebt. Sie haben ein grünes Gefieder und wenn sie fliegen sieht man unter den Flügeln knallrote Federn. Also eigentlich total hübsche Vögel. Sie sind zudem auch sehr schlau und neugierig. Wir hatten ein bisschen den Eindruck, dass sie uns attackieren wollen. Die zwei Vögel sind ziemlich dicht, mehrmals und lautstark über uns vorbeigeflogen. Leider ging das so schnell, dass keine Fotos möglich waren.
Durchnässt und ausgekühlt sind wir endlich am Wanderparkplatz angekommen, es hatte nämlich ganz schön geschüttet. Im Campingplatz gönnten wir uns dann noch eine KALTE Dusche, danach waren wir wieder wach und das Auto voller Sandflies ;)
Nach unserem Kalt-Dusch-Erlebnis haben wir uns gedacht, dass wir uns etwas gönnen und am Tag darauf waren wir Abends in Hanmer Springs, eine Art Kurort, wo es eine Riesenlandschaft aus verschiedenen Thermalpools mit verschiedenen Temperaturen gibt. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages haben wir genutzt und haben uns in dieser Thermallandschaft wieder aufgewärmt. Drei Rutschen gab es dort auch, somit kam der Spassfaktor auch nicht zu kurz!



 Grasbüschellandschaft
 Malborough Sounds

Dienstag, 18. Februar 2014

Abel Tasman National Park, 1.2.14 - 4.2.14


3,5 Wochen Apple Thinning. Danach haben wir uns wirklich etwas Urlaub und Erholung verdient. Wieder erwartend war die Arbeit genauso wie auf der Nordinsel: Langweilig, heiss und Schmerzhaft ( für die Finger). Aber Geld hats in die Reisekasse gebracht und das ist auch gut so! Über die Arbeit werde ich nicht berichten, ich widme mich lieber den schönen und auch spannenderen Dingen unseres Neuseelandaufenthaltes!
Der Abel Tasman Nationalpark ist der kleinste Nationalpark in Neuseeland, aber auch einer der schönsten und einzigartigsten. Er befindet sich an der Nordwestküste der Südinsel und somit ist es nur ein Katzensprung von unserem Arbeitsort Motueka bis zum Abel Tasman. Einer der 9 Great Walks in Neuseeland verläuft an der Küste dieses Nationalparkes. Man kann sich mit den Wassertaxi ( Motorboote, die Menschen transportieren), vorbei an den Sehenswürdigkeiten zum anderen Ende des Parkes fahren lassen und den Weg entlang der Küste wieder per pedes zurücklegen.
Wir haben uns dazu entschlossen nicht zu Fuss den Nationalpark zu erkunden, sondern vom Wasser aus und haben uns für 4 Tage ( 3 Übernachtungen im Zelt) ein Doppelseekayak gemietet und die Zeltplätze ausgesucht, die man nur vom Wasser aus erreichen kann. Die Vorfreude auf diese Tage war riesig und die restlichen Arbeitstage gingen so ein bisschen leichter von der Hand.
Freitag war unser letzter Arbeitstag, den wir mit einer kleinen Party Abends gewürdigt haben ( es gab frisch geschossenes Ziegenbein, im Ofen gegart mit Ofengemüse! Und das ein oder andere Bier natürlich ;) )
Am nächsten Morgen ging es für uns dann los. Treffpunkt an der Kayakverleihstation war 7.45 Uhr und wir schafften es sogar pünktlich zum Treffpunkt! Vor Ort gab es eine kurze Einweisung, die eigentliche Einweisung fand aber in Marahau statt, dort wo man mit dem Paddeln loslegt. Marahau ist ca. 30min entfernt von Motueka. Beim Kayakverleih konnten wir unser Auto stehen lassen und sind mit den Shuttle nach Marahau mitgefahren. Nach einer Einweisung über etwaige Gefahren im Meer ( Strömungen, Wetter etc), die bei uns durch unsere Kajakerfahrung kurz gehalten wurde, haben wir unser ( sehr schweres!!) Seekajak zu Wasser gelassen und sind losgedüst. Mittlerweile ist die Sonne rausgekommen und es war herrliches Wetter!
Vor Marahau befinden sich zwei vorgelagerte Inselchen, Fishermans Island und Adele Island. Zu den zwei Inselchen sind wir zuerst gepaddelt und haben diese umrundet. Schon auf dem Weg dorthin gab es ein kleines Highlight. Zwischen drei Vögeln, die sich auf dem Wasser ausgeruht haben befand sich auch ein kleiner Pinguin, der Seelenruhig sein Gefieder geputzt hat und ca. 5 Meter neben uns hat treiben lassen. Sehr niedlich! ( Zwergpinguin, kleinster Pinguin)
An der Insel angekommen haben wir weitere Pinguine gesehen, einer war gerade dabei und hat kleine Fische gejagt, ist unter unserem Kajak hindurchgetaucht und 10 cm neben unserem Kajak wieder aufgetaucht und hat uns interessiert angeschaut. Gleich daneben war ein Seelöwe, der sich nicht stören hat lassen und im Wasser umhergespielt hat ( Handstand etc). Einmalige Erlebnisse!
Auf Adele Island haben wir auch einige Seelöwenbabies beobachten können, die sind wirklich richtig süß und laut! Man hört von Weitem die krächstzenden Rufe.
Die Sonne war richtig stark und wir steuerten von den Inseln aus wieder aufs Festland zu unserer ersten Übernachtungsstelle: Observation Bay. Anfangs war noch recht viel los, da eine ganze Gruppe mit Booten von dort aus gestartet ist, wieder Richtung Marahau zu paddeln ( Wassertaxi). Gegen Abend leerte sich der Strand jedoch und insgesamt befanden sich 5 Zelte auf dem Zeltplatz.
Unsere erste Nacht war recht ruhig, jedoch hatte man immer ein bisschen Angst, ob das Boot denn noch da ist. Der Nordwesten der Südinsel ist einer der Orte mit dem höchsten Ebbe-Flut Unterschied, nämlich von 5 Metern. Es macht also schon sehr viel aus, ob man am Übernachtungsort bei Ebbe oder bei Flut ankommt ( wie wir bei unserem zweiten Zeltplatz erfahren mussten...wer zu spät kommt, muss schleppen)
Der Vormittag des zweiten Tages war etwas trüb, klärte sich aber im Verlaufe des Tages zum Glück! Wir paddelten die Küste weiter hinauf, vorbei an der „Mad Mile“, die dem Wind und Strömungen des Meeres ausgeliefert ist, im Gegensatz zu den Buchten. Es war schon ein bisschen welliger, aber nichts schlimmes. An der einzigsten Bay, die es in der Mad Mile gibt, haben wir angehalten und eine kleine Cookie-Pause gemacht. Außerdem sind wir zum Leuchtturm, der sich am Ende der Mad Mile befindet gelaufen, der wieder ruhiges, geschützteres Gewässer in der dahinterliegenden Torrent Bay vorhersagt. In Torrent Bay mündet ein Fluss, den man bei Flut bis zu den Cleopatra Pools hinauffahren kann. Es war noch nicht ganz Flut, aber wir haben es trotzdem geschafft, mit einigen „Aufsetzern“, bis zu dem kleinen Strand am Fluss zu gelangen. Dort haben wir unser Boot ordentlich festgebunden und sind zum 10minütigen Fussmarsch zu den Pools aufgebrochen. Die Pools waren seeehr erfrischend. Es gab sogar eine natürliche Rutsche nach einem kleinen Wasserfall. Ich kenne leider mein Glück und bin die Rutsche nicht runtergerutscht. Am Boot zurückangekommen hat es sich ausgezahlt, dass wir es festgebunden haben, da es nämlich komplett schwamm ;) Das Einsteigen war etwas schwieriger, wir haben es aber gemeistert und sind aus dem Flussdelta wieder heraus auf das Meer gepaddelt. Vorbei an wunderschönen Buchten, haben wir uns eine einsame Bucht mit herrlichem Strand für uns ausgesucht. Sonnenbaden deluxe... ( und Sonnenbrand leider auch). Gegen spät nachmittag paddelten wir wieder los Richtung unserer zweiten Übernachtungsstation „ Mosquito Bay“. Name ist nicht Programm ;)
Es war wie schon erwähnt Nachmittag und nach Gezeitenkalender mittlerweile Ebbe. Zum Zeltplatz mussten wir unser Boot sage und schreibe 50m schleppen. Mit viel Hilfe ( vier zusätzliche Träger) haben wir es geschafft, das mit Equipment gefüllte Seekayak zum Zeltplatz zu schleppen. Wir haben nur noch eine Kleinigkeit gegessen und haben uns ins Zelt zurückgezogen, da uns Sandflies zu schaffen machten.
Für den nächsten Tag konnten wir unser Zelt stehen lassen, da Mosquito Bay auch für unsere dritte Nacht reserviert war. Mit etwas leichterem Gepäck haben wir wieder bei Ebbe unser Boot zum Meer geschleift ( diesmal keine extra Träger :( ). Der nächste Paddelabschnitt war wieder als etwas rauer beschrieben, bei uns war es aber super ruhig, da es noch früh am Morgen war. Das Wetter war wieder vom feinsten. Nach dem „rauen“ Stück kam wieder eine Insel, Tonga Island. Dort befinden sich die meisten der Seelöwen mit ihren Seelöwenbabies und es ist verboten dort anzulanden. Wir haben sehr viele von diesen Tieren gesehen, wie sie gespielt haben, ein Baby ist immer eine Steinplatte heruntergerutscht, herein ins Wasser. Ein Seelöwe ist und dann auch noch unters Kajak hindurchgetaucht und einige Meter neben uns wieder aufgetaucht. Total schön!!
Von Tonga Island ging es weiter nach Shag Harbour. Der Weg dorthin war etwas welliger aber es hat sich gelohnt. Shag Harbour ist ein System aus kleinen Kanälen, die mit dem Meer verbunden sind. Dort gibt es aber keine Strände, die Ufer sind alle steil. Mit einer der schönsten Stellen im Abel Tasman National Park. Den Weg zurück bestreiteten wir diesmal an der Küste entlang. Das Meer wurde etwas rauer und der Rückweg wurde zu einem wilden Ritt... Diesmal waren wir bei Flut an Mosquito Bay und haben den Luxus genossen direkt an unserem Zelt aus dem Boot zu steigen! Den restlichen Nachmittag haben wir an der kleinen Lagune, die bei Flut gefüllt ist genossen. Es war einfach herrlich dort!
Der vierte und letzte Tag bestand daraus langsam an der Küste zurück nach Marahau zu fahren. Das Wetter war an unserem letzten Tag leider nicht so gut. Vorbei an der Mad Mile, die diesmal sehr ruhig war, haben wir die Möglichkeit genutzt und unsere kleine Angelschnur ins Meer gehalten. Und kurz darauf haben wir tatsächlich etwas gefangen, unser erster Fisch!! Leider war er etwas klein und wir haben ihn wieder in die Freiheit entlassen, aber Fisch ist Fisch :) Die nächste halbe Stunde war leider erfolglos und wir gaben wieder auf.
Nach einer Mittagspause und kurzer Brotzeit waren wir um 1 Uhr wieder in Marahau. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Wetter immer schöner und wir warteten ca. 2,5h auf unserem Abholdienst. Diese Zeit war etwas nervig, da wir noch nicht einmal Geld dabei hatten um uns einen Kaffee zu kaufen..Dann kamen auch noch einige zu spät mit dem Boot an und wir mussten noch länger warten. Die Zeit ging aber zum Glück auch rum und wir waren froh über die Dusche, die wir an der Verleihstation noch geniessen durften!
Weg zu Fishermans Island/Adele Island
 Observation Bay
 Te Pukatete Beach
 Cleopatras Pools
 Cleopatras Pools
 Mosquito Bay - Ebbe
 Mosquito Bay - Flut
 Shag Harbour
 Seelöwe
 Private Beach ;)